Wellenritt über Toskana Deutschlands


Rheinpfalz: GRÜNSTADT: Für sechs Segelflieger des Luftfahrtvereins geht am vergangenen Sonntag ein Traum in Erfüllung
Sechs Piloten vom Luftfahrtverein Grünstadt (LVG) haben mit vier Flugzeugen am vergangenen Sonntag die so genannte Haardtwelle erflogen und Höhen bis 3000 Meter erreicht. Es wäre noch höher gegangen, aber ohne entsprechende Ausrüstung (Sauerstoff) mussten sich die Piloten bis auf diese Höhe beschränken. Der so genannte Wellenaufwind ist neben dem Hangaufwind und dem thermischen Aufwind eine von drei Aufwindarten, die von Segelfliegern genutzt werden. Wellen entstehen dann, wenn die Luftströmung mit großer Geschwindigkeit einen quer zur Windrichtung stehenden Berg überströmt.Die Luftmasse kann dann unter bestimmten Voraussetzungen im Lee des Hindernisses in Schwingungen geraten. Das heißt, einer Abwärtsbewegung der Luft unmittelbar hinter dem Berg folgt eine Aufwärtsbewegung. Diese kann so stark sein, dass sie ein Segelflugzeug mit mehreren Metern pro Sekunde steigen lässt. Diese besondere Wetterlage kündigte sich schon Tage zuvor an, denn ein starker Westwind sollte insbesondere am Sonntag im Lee des Pfälzerwaldes (also über der Rheinebene) diese Schwingung (Welle) erzeugen.
So rüstete sich das Team vom Luftfahrtverein mit vier Flugzeugen (zwei Doppelsitzer und zwei Einsitzer) in ihren Transporthängern für dieses besondere Erlebnis. Schon samstags waren alle Vorkehrungen getroffen worden, um schon frühzeitig nach Neustadt zunächst mit den Transporthängern zu starten, da man bei dem herrschenden starken Westwind (Seitenwind) vom Fluggelände auf dem Quirnheimer Berg nicht starten kann.
In Neustadt ist die Bahnausrichtung genau gegen den Wind und ein Start unproblematisch. So wurden die Flugzeuge zusammen mit Fliegerkameraden aus Neustadt, Langenlonsheim, Pirmasens und Oppenheim am frühen Sonntagmorgen gegen 9 Uhr schon zum Starten aufgebaut, um die „Haardtwelle“ zu erfliegen. „Für die sechs Piloten vom Luftfahrtverein Grünstadt ging zum Jahresausklang damit ein Traum in Erfüllung“, schreibt der Luftfahrtverein. Eric Weber in der DG 300, Harald Weber und Miro Echter im Duo Discus, Jonas Schur im Discus CS und Manfred Steiner zusammen mit Jonas Braun konnten den Wellenaufwind und ein unbeschreibliches Erlebnis genießen, die Aussicht dabei war grandios. Aus fast 3000 Metern Höhe war der Blick zum Schwarzwald und den Alpen unbeschreiblich. (red)

Quelle: Verlag: DIE RHEINPFALZ Publikation: Unterhaardter Rundschau Ausgabe: Nr.3
Datum: Freitag, den 04. Januar 2013 Seite: Nr.12 “Deep-Link”-Referenznummer: ’91_6758871′
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