Rheinpfalz: „Irgendwie will man doch gewinnen”


VOLLEYBALL: Spaßturnier der Luftsportjugend Rheinland-Pfalz – Titelverteidiger Grünstadt wird Fünfter

GRÜNSTADT. Schon seit langem veranstaltet die Luftsportjugend Rheinland-Pfalz im Winter, wenn die Flugzeuge im Hangar stehen, Volleyballturniere für die Mitglieder ihrer Vereine. Am Samstag wurde der Spaßwettbewerb erstmals vom Titelverteidiger Luftfahrtverein (LFV) Grünstadt und Umgebung ausgerichtet. 19 Mixed-Teams traten in der Dreifeldhalle des Leininger-Gymnasiums gegeneinander an. Der LSC Westerwald 1 gewann das Turnier.

Dabei sah es noch vier Stunden nach dem Startschuss sehr gut aus für die Grünstadter. In der ersten Runde führten sie in ihrer Gruppe haushoch. Gerade hatten sie das Segelflugparadies Dannstadt mit 29:7 vernichtend geschlagen. „Normalerweise ist der Abstand noch größer”, witzelte Jugendleiter Jonas Schur gut gelaunt. Unter seiner Federführung stand die Organisation des Turniers. Bereits vor einem Jahr wurde mit den Vorbereitungen begonnen. „Man muss sich rechtzeitig um einen Platz in der Halle kümmern”, sagte der 23-Jährige. Auch nicht lange hinausschieben dürfe man die Suche nach Sponsoren. Neben dem Vorsitzenden Ernst Eymann und Mitglied Bodo Benker, Schreiner aus Asselheim, konnten Matthias Echter vom gleichnamigen Weingut, die Bischoff-Brauerei, die RV Bank Rhein-Haardt und die Sparkasse Rhein-Haardt gewonnen werden.

Helfer zu akquirieren sei kein Problem, wenn man die Leute persönlich anspreche, so Schur. Rund 30 junge Menschen ließen sich einbinden. Mütter und Ehefrauen backten fleißig Kuchen, der während des Turniers reißenden Absatz fand. Für die weitere Verpflegung zeichneten Conny und Harald Weber verantwortlich. Von der TSG Grünstadt gab es Bälle und Netze. Gern hätte der Verein auch die Schiedsrichter gestellt, „aber durch ein blödes organisatorisches Problem wurde daraus nichts”, erläuterte Schur. Die Unparteiischen kamen aus Flörsheim-Dalsheim.
Ausgerüstet mit Trillerpfeifen kletterten sie auf die Turnkästen, wo sie den Überblick über den Verlauf der Zehn-Minuten-Spiele hatten, die gleichzeitig auf allen drei Feldern stattfanden. Grünstadter Flugschüler leisteten ihnen Gesellschaft, führten Strichlisten. Flink wurden diese Sebastian Schöffel und Stephan Hiesinger gebracht, die die Resultate in ihre Laptops eintippten. Die Computer errechneten, welche Mannschaften im weiteren Verlauf gegeneinander antreten mussten, und der Drucker spuckte die aktuellen Ergebnislisten aus. Sobald diese ausgehängt waren, drängten sich große Trauben von Sportlern davor. „Man sagt zwar, es sei alles nur Spaß, aber irgendwie will man doch gewinnen”, weiß Informatikstudent Schöffel, der nicht trainieren konnte, weil er gerade an seiner Bachelorarbeit schreibt.
Schur nahm das Mikrofon in die Hand und sagte die nächsten Partien an.
Rund 200 Aktive und Fans kämpften beziehungsweise fieberten während der Spiele mit. Am Ende siegte eine der drei Mannschaften vom LSC Westerwald aus Montabaur, der nach dem SFG Wershofen die weiteste Anreise hatte. Der Titelverteidiger Grünstadt musste auf den Einzug ins Finale verzichten. Schöffel verriet: „Trotz Punktegleichheit scheiterten wir an der Balldifferenz – mit nur einem Zähler.”

SIEGER

Die ersten Fünf des Turniers: 1. LSC Westerwald 1 (Punkte 4:0, Balldifferenz +24); 2. AC Idar-Oberstein (2:2, -10); 3. SFG Wershofen (0:4, -14); 4. AC Oppenheim (4:0, +10); 5. LFV Grünstadt (2:2, +4). (abf)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Unterhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.61
Datum: Montag, den 14. März 2011

Seite: Nr.19

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